Ausfahrt Saisonstart 2018


HGC-Seasonsopening vom 17.04. – 21.04.2018 – Bericht von M. Hambalek

So ging es los:

Hallo Zusammen,
das Ziel heißt jetzt Annecy, da waren wir noch nie!
Am Col de La Forclaz aufgedreht, da sehen wir was geht.
Fliegen rüber zum Mont Blanc, sagen hei und jo, jetzt bin ich aber froh.
Gelandet wird am Hauptlandeplatz in Doussard und jede Menge Sprit gespart.
Dort wird auch gecampt, ganz apart, Mobile home, einfache Ausstattung für ca. 20 € pro Person/Tag.
Abfahrt am Dienstag um  Einkorn 7:00 Uhr, 8:15 Uhr Zwischenstopp P+M Rutesheim, 71277 Rutesheim
Ziel Doussard, Aufahrgenehmigung abholen (gel Kurt) und fliegen, danach Checkin auf dem Campingplatz.
LG
Matthias
P.S.: Gebt mir bis Morgenabend Bescheid, damit wir die Mobile Homes buchen können. Wenn drei Personen lieber Zelten wollen, wäre das auch OK

Pünktlich um 8:30 Uhr verließen wir den Parkplatz Rutesheim. Danke an den Vorstand Sven, der den Bus am Einkorn abgeholt hatte. Der Rest, Andreas Häffelin, Kurt Bauer, Michael Gröner und Matthias Hambalek sind dann in Rutesheim zugestiegen.

Die Fahrt im Vereinsbus war überschattet, durch eine von Sven angekündigte Leistungsschwäche, die er an der Haller Steige in Richtung der Hochebene nach Wüstenrot ausgemacht hatte. Nichts desto trotz lief der Bus in der Ebene 117 km/h und Berg auf (Autobahn) in den meisten Fällen noch mit 90 km/h und so näherten wir uns langsam aber sicher unserem Ziel: Annecy. Der Weg dorthin war gezeichnet von Wolkenstraßen, so dass das eine oder andere Fliegerherz schon auf dem Weg ein bisschen höher schlug.
Nach nur einem Zwischenstopp zum Tanken erreichten wir um 14:40 Uhr nach einer staufreien Fahrt und einer schönen Spazierfahrt am Ostufer des Sees von Annecy unser Ziel in Doussard. Wir schlugen direkt am Landeplatz auf. Hier trafen wir auch den ersten Selbstfahrer, Jürgen Knauber.
Da augenscheinlich bestes Flugwetter war, wurden Kurt und Jürgen kurzerhand dazu verdonnert, am Rathaus in Doussard die Auffahrtsgenehmigung zu besorgen, während der Rest der Meute im Campingplatz Verger Fleuri eincheckte. Schöner leerer Campingplatz, aber das Einchecken war keine schnelle Sache. Dennoch haben wir die Buchung des Mobilehomes inkl. Endreinigung und die Nächtigung in drei weiteren Zelten nach ca. 1/2h erfolgreich hinter uns gebracht.
Mittlerweile waren auch Kurt und Jürgen da, mit der Nachricht, dass es die Auffahrtsgenehmigung jetzt im Rathaus in Talloires zu besorgen ist. Nach dem Verstauen des Gepäcks im Mobilehome ging es also auf nach Talloires. Als wir das Rathaus/Tourioffice gefunden hatten, mussten wir erfahren, dass es die Auffahrtsgenehmigung nun an dem LP der Gleitschirmflieger in Taillores gibt. Das war nicht weit vom Touri Office und ca. 10 min später hatten wir auch den richtigen Laden ausgemacht und noch einmal 10 min später die Auffahrtsgenehmigung in der Hand. Die Auffahrt selbst war kein Problem und nachdem wir verstanden hatten, wie die Schranke funktioniert, konnten wir auch direkt bis zum Startplatz hochfahren. Alle wollten schnell fliegen und so wurde relativ schnell aufgebaut und im nu war die ganze Mannschaft startbereit.

Am Start ging es ab ca. 17:15 Uhr mit ca. 5 m/s hoch an die Basis, die an diesem Tag auf ca. 1850m lag. Das reichte, um den schönen See von Annecy zu überqueren und an der gegenüberliegenden Westridge zu soaren. Insgesamt kamen so schon die ersten Flugstunden zusammen und es musste um 19:30 Uhr noch schnell die erste Flüßigkeitsversorgung und Frühstück eingekauft werden, während die letzten Piloten eingelandet waren. Nach dem Zeltaufbau, wurde der Tag um ca. 21:00 Uhr mit einem gemeinsamen Pizzaessen im Ort Doussard beschlossen. Mit von der Partie waren jetzt auch die Selbstfahrer Andi Fritz und Dietmar Sauter.

Am nächsten Tag ging es nach einem reichhaltigen Frühstück, gut ausgeschlafen und hoch motiviert schon um ca. 10:30 Uhr auf den Berg. Am Startplatz kachelte der Wind von der Seite links (SüdWest) und von hinten (Südost) hoch und das ging bis ca. 13:00 Uhr so. Dann war es Windstill mit Ablösungen von vorne und hinten bis sich ab 14:00 Uhr ein mehr oder weniger konstanter Seitenwind von rechts (N – No) gemischt mit thermischem Startwind durch setzte. Ab ca. 14:30 Uhr wurde gestartet und in der bockigen Thermik geflogen. Fast keiner ist an diesem Tag abgesoffen, aber alle waren sich einig, dass man solche Bedingungen nicht jeden Tag braucht und so wurde dieser Flugtag von dem meisten nach 1 – 2h Flugzeit freiwillig beendet.
Das hatte den Vorteil, dass noch einmal ausgiebig eingekauft werden konnte und so der Tag bei einem Kilo Spagetti und einem Kilo Hackfleisch im Mobilehome abgeschlossen wurde. Kurt nutzte die Gelegenheit, um Werbung für Passy zu machen, da man dort einmal geflogen sein muss.
Der Wetterbericht meldete für den Folgetag Südost, so dass ähnliche Verhältnisse am späten NW-Start Col de la Forcaz erwartet werden konnte, wie heute. Deshalb entschloss sich die Meute, nach einigen Beratschlagungen, für den Folgetag nach Passy zu fahren.

Nach einem noch reichhaltigeren Frühstück als am Vortag, ging es schon um 9:58 Uhr auf nach Passy. Nach einer elenden Umleitung und einigen Bedenken, ob das eine gute Entscheidung gewesen sei, kam eine leicht skeptische Gruppe schließlich am Haupt-LP von Passy an. Kurt fungierte hier als perfektes Navi zu einem Zwischenlandeplatz am See und zum Haupt-LP und als Motivator. Von dort zum Startplatz hochgepeilt, fragten wir uns, ob man für eine solche Höhendifferenz tatsächlich so weit fahren muss. Allerdings war uns schon während der Fahrt die gute Sicht auf den Mont Blanc aufgefallen, der sich nach der Auffahrt auf den Startplatz in seiner vollen Größe zeigte. Hier konnten wir uns ein Gruppenfoto nicht verkneifen und die Euphorie stieg:

Kurt, Sven, Jürgen, Andi, Dietmar, Andi, Matthias und Michael am Startplatz Passy, vor dem Mont Blanc

Da Passy ein Südgelände ist, wurde ab ca. 13:00 Uhr der Einstieg in die von unten raus zaghafte Thermik gewagt. Dieser gelang den meisten Teilnehmern problemlos und einem gigantischen Flug von ca. 2 – 3h in und mit einem beeindruckenden Panorama stand nichts mehr im Wege. Nur der Hambalek schaffte es nach anfänglicher Ankündigung nicht, den Mont Blanc zu umrunden, geschweige dem, diesen zu überhöhen. Bei einer bescheidenen Basis von ca. 3200m fehlten einfach noch die erforderlichen 1600m zur näheren Gipfelbesichtigung des Mont Blanc. Aber bei einer LP-Höhe von ca. 600m NN war die Arbeitshöhe ganz befriedigend und ermöglichte den einen oder anderen Sightseeing Flug der extra Klasse. Nach der Landung war das Grinsen in den meisten Gesichtern nicht mehr weg zu kriegen und so machten wir uns um ca. 18:00 Uhr wieder auf den Heimweg.
Heute gab es ein Diätmenü, das aus Reis, einem Würstel und einem marinierten Schweinespeck plus Salat bestand. Verständlich, dass da noch das eine oder andere Bier als Brotersatz herhalten musste, was letztendlich mit einem guten französischen Wein (wenn man im Supermarkt zwei Flaschen der gleichen Sorte kauft, bekommt man eine gratis), doch noch erfolgreich abgerundet werden konnte.
Bis tief in die Nacht hinein wurde der Flugtag fachmännisch diskutiert, d.h. breites Fliegerlatein war angesagt und der Bezahlwetterbericht für den Folgetag wurde konsultiert. Man entschied sich für Annecy und eine etwas spätere Auffahrt.
Einziger Wehmutstropfen an diesem Abend war, dass nebenbei offenbar wurde, dass pro Bussinsasse 2,50 € pro 100km Nutzungsgebühr zu zahlen sind. Damit hatten ca. 3/5 der Busmitfahrer nicht gerechnet. Manch einer wollte sich sogar daran erinnern können, zu Zeiten der Ausbildung und intensiver Busnutzung, diese Gebühr nicht bezahlt haben zu müssen. Nach anfänglicher Entrüstung, machte sich nach einigen Erklärungen des Vorstandes Ernüchterung und erneut Gelassenheit breit.
In dieser Nacht stießen noch Heiko und Jörg zu uns, die an diesem Tag für Annecy eine Basishöhe von ebenfalls 3200m vermeldeten und meinten, dass auch der Flugtag in Annecy nicht ganz schlecht gewesen sei.

Ausgiebig und betont lässig wurde am nächsten Tag wieder reichhaltig gefrühstückt, bis die ganze Meute Urplötzlich um ca. 10 Minuten vor Elf mit den Hufen scharrte und schon wieder Fluggeil war. Hier musste der Organisator einbremsen und legte nach pünktlicher Abfahrt um 11:00 Uhr noch einen Zwischenstopp am See ein. Schließlich muss man an einem solch schönen See doch auch einmal den Zeh ins kalte Wasser halten, oder?

Schaut Euch die Bilder an:

Gut an dem Seebesuch war vor Allem, dass er nicht allzu lange andauerte, so dass um ca. 11:25 Uhr der Weiterfahrt auf den Berg nichts mehr im Wege stand.

Was dann folgte, war ein weiterer Flugtag in Annecy, der in einigen Details ausgeführt werden will:

Ein Ligapilot der ersten Garde machte sich nach erneuter Wartezeit im NW-Gelände um ca. 14:15 Uhr an den Start, um der Meute zu zeigen, dass nun auch Drachenflieger steigen, nachdem schon einige Schirme hoch aufgedreht hatten. Kaum gestartet, stellte sich ein Sinken ein, das augenscheinlich nicht zu Enden schien. Motiviert vom offensichtlichen Unvermögen der vermeintlich siegeswilligen Ligapiloten, machte sich Hambalek startbereit, um der Meute zu zeigen, wie es besser geht. Besser ging es nah am Hang und kaum überhöht, wurde das Gleiten beschleunigt, um möglichst zeitnah den Startplatz zu überfliegen und der Meute zu zeigen, das es geht!
Schwupp die wupps, stellte sich nach diesem leicht beschleunigten Gleitflug unter Startniveau, das gleiche, nicht enden wollende Sinken ein, dass den Ligapiloten heimgesucht hatte und den heroischen Hambalek mir nichts, dir nichts, zum LP der Gleitschirmflieger in Talloires beförderte. Während dieser sich bis dorthin herunterbuxierte, nutzte die übrige Meute den jungfreulich frei gefegten Luftraum, um in Ruhe dem Startplatzbart bis hoch zur Basis auf ca. 3400m zu folgen. Es war ein herrliches Bild, die kleinen Drachen und Gleitschirmflieger kreuz und quer über den See fliegen zu sehen. Die letzten Landungen geschahen ca. 19:00 Uhr, so dass die Meute hoch befriedigt den Gang zum Abendmenü antrat. Dieses wurde auch heute wieder manuell und selbst erstellt, was sich zur Belohnung des Tages, in einem großen Stück Fleisch, Nudeln, Gemüse, Salat und einem unvergesslichen Nachtisch äußerte. Es wurden die Rückzugsmodalitäten für den nächsten und letzten Tag besprochen und eine evtl. Verlängerung des Flugabenteuers diskutiert, aber noch nicht final entschieden.

Am nächsten Morgen wurde die Abfahrt und der absolute Rückzug besprochen und zur Erleichterung dieser Entscheidung ein weiterer Tag in Passy geplant. Nach dem Rückbau der Zelte und der Endkontrolle durch den Campingplatzmajor, konnte das Mobilehome erfolgreich verlassen werden. Um 11:00 Uhr wurde die Fahrt nach Passy angetreten. Um ca. 12:20 Uhr war der Startplatz Passy erreicht und die Schirme schon unglaublich hoch am Himmel. Zügig aufgebaut, genoss noch einmal jeder das Panorama, bevor es erneut an das unvermeidbare Fliegen ging.
Petrus zeigte sich von seiner allerbesten Seite, so dass keiner der routinierten Adler vorzeitig eine Landung antreten musste. Vielmehr saugte der blaue Himmel die ausnahmslos startwilligen bis in die Stratosphäre, die an diesem Tag in Höhen von bis zu 3600m endete. Pünktlich um 16:30Uhr zwangen sich die Teilnehmer gegen Ihren Instinkt und gegen die Natur mit Gewalt zu Boden, um die vereinbarte Landezeit von 17:00 Uhr einzuhalten. Hierzu mussten teilweise unglaubliche Höhen mit Fleiß vernichtet werden. Bemerkenswert waren die durchweg guten Landungen, der nun an Flugpraxis geübten Teilnehmer. Final wurde um ca. 18:30 Uhr die Heimfahrt angetreten, die mit einem Pizzastopp und einem weiteren Tankstopp um ca. 1:30 Uhr in Rutesheim endete.

Bilder findet Ihr unter http://www.hgc-einkorn.de/bildergalerien/saisonstart-2018/


HGC WE-Cup 2017

Endergebnis 2017


Es waren noch einmal spannende vier Wochen. Zum einen konnte Christof Knatz seinen ersten Platz der Einkornwertung verteidigen und konnte ebenso mit Flügen in Lanzarote auch die Gesamtwertung für sich entscheiden.
Bernd Mezger hat in den letzten vier Wochen auch nochmal richtig Gas gegeben. Zum einen mit vielen Flügen in Lanzarote und Flügen unter schwierigsten Bedingungen ( 😉 ) am Einkorn verbesserte er sich in beiden Wertungen auf Platz 3.

So sind dann auch die ersten drei Plätze in beiden Wertungen gleich verteilt:

  1. Christof Knatz
  2. Andreas Fritz
  3. Bernd Mezger

Auch dieses Jahr wurde wieder sehr viel geflogen. 178 Flüge mit knapp 150 h Flugzeit wurden eingereicht. Der bisher erfolgreichste Wochenendcup! Wir sind gespannt auf die nächste Saison.

Mit folgendem Link könnt Ihr die Flüge derjenigen Piloten ansehen, welche Ihre Flüge auf den XC-Server des DHV stellen (das Jahr muss manuell auf 2017 gestellt werden): http://www.dhv-xc.de/xc/modules/leonardo/index.php?name=leonardo&op=list_flights&fltr=20C0EA6100EB9F660001650005408055_9738_6330_7222_8764_5738_289_10907_9749.

Die Bilder sind von Bernd und Christof aus Lanzarote.



HGC-WE-Cup 2017

Stand Dezember


Hin und her ging es in den letzen Wochen in der Einkornwertung zwischen Christof Knatz und Andi Fritz. Inzwischen hat sich Christof aber doch ein wenig abgesetzt:

  1. Christof Knatz, 5:24 h
  2. Andi Fritz, 3:42 h
  3. Bernd Mezger 2:41 h

Größter Aufsteiger: Bernd Mezger von Platz 6 auf 3

Auch in der Gesamtwertung erzielte Bernd die größte Verbesserung. Unter anderem mit einem fast vierstündigen Flug an der Porta Westfalica (hin und her, auf und nieder, immer wieder … 😉 )verbesserte er sich von Platz 11 auf 4.

  1. Andi Fritz, 33,02 h
  2. Christof Knatz, 31:12 h
  3. Jörg Mayer, 12:59 h

Auch diesmal gibts wieder einige Bilder. Als erstes Bernd an der Porta. Auf und nie… na, Ihr wisst schon:

Bilder von Andi Fritz und Christof Knatz am Cucco und Slowenien:

Mit folgendem Link könnt Ihr die Flüge derjenigen Piloten ansehen, welche Ihre Flüge auf den XC-Server des DHV stellen: http://www.dhv-xc.de/xc/modules/leonardo/index.php?name=leonardo&op=list_flights&fltr=20C0E86100E99F660001650005408055_9738_6330_7222_8764_289.

Und nun in den Endspurt der letzten 4 Wochen!



Halloween-Ausfahrt 2017


Bericht von Fabian Philipzik:

Saison Ausflug an den Kovk und Lijak in Slowenien

Das lange Wochenende vor Allerheiligen sollte für die Vereinsausfahrt genutzt werden. Die Wetterprognosen versprachen allerdings starken Westwind und Nordföhn. Nicht ganz einfach, wo es bei diesen Bedingungen gut passen wird. Es entschieden sich ein paar Flieger vom HGC die Saison im idyllischen Vipava-Tal ausklingen zu lassen. Die neuen Fluggebiete am Lijak und Kovk sollten erkundet werden. Der Einstieg am Sonntag war fraglich vorhergesagt, mit starkem Wind und folgender Front, sowie durchgreifender Bora. Jedoch entpuppte sich bereits der Sonntag als ein entspannter Soaring Flugtag. Hier war bereits über eine Flugstunde am Lijak drin. Glücklich konnte derjenige sein, der sich nicht durch das schlechte Wetter hat abschrecken lassen und bereits am Samstag angefahren ist. Am Kovk konnte hier ebenfalls bei entspannten Bedingungen gemütlich gesoart werden. Erst am Abend brach hier die Bora am Landeplatz durch. Am Montag überraschte der Lijak bei starkem Nordwind mit angenehmer Frühjahrtshermik. Die DHV-Jugend war mit ca. 60 jungen Piloten (davon zwei Drachenflieger) vor Ort und hatte eine kleine Strecke ausgeschrieben die dann auch fleißig verfolgt werden konnte. Am Landeplatz herrschte Begeisterung bei allen über solche Bedingungen im Herbst. Die schönsten Flüge erwarteten uns am Dienstag vom Kovk mit bester Thermik und anschließendem Soaring. Streckenflieger als auch Genussflieger kamen in den sanften aufwinden und Aussichten bis zum Mittelmeer auf Ihre Kosten. Der Mittwoch, für die Meisten der Abreisetag entwickelte sich leider nicht so gut, da es bedeckt war und der Westwind eher an der Kante vorbei strich. Am Mittwoch war am Lijak nur noch ein Abgleiter möglich, am Kovk konnten die Piloten unter nicht optimalen Bedingungen jedoch trotzdem lange Flüge absolvieren.

Der Zeltplatz am Lijak bietet neben einem sehr fliegerfreundlichen Personal eine hervorragende Infrastruktur. Die Abende konnten wir mit der Jugend am Lagerfeuer ausklingen lassen oder in der nahe gelegenen Pizzeria. Die slowenischen Piloten Ivan, Janez und Andrej haben uns gut in das Gelände eingeführt. Sie standen uns mit Rat und Tat zur Verfügung und haben uns mit wertvollen Tipps und Geländedetails versorgt. Ivan fährt mit seinem blauen Shuttle die Drachenflieger bei gutem Wetter täglich auf den Kovk oder auf den Lijak. Sollte es einmal nicht zum Fliegen gehen bietet das Soccatal ideale Bedingungen für Outdoorsport begeisterte wie Biken, Klettern, Wandern oder eine Kajak Tour.

So konnten wir den Abschluss der Flugsaison mit den letzten Flugtagen bestmöglich nutzen. Wir danken unseren slowenischen Fliegerfreunden für die Gastfreundschaft. Wir werden uns sicher bald wieder sehen!


Bericht von Christoph Wankmüller:

Die zwar für die Südalpen insgesamt gute, jedoch bezüglich der Windsituation nicht so eindeutig  vorhersehbare Wetterlage und die Tatsache, dass sich die Piloten nur sehr unterschiedlich Zeit nehmen konnten, führte dazu, dass sich die Gruppe der Interessanten auf zwei Touren aufteilte und der Vereinsbus zuhause blieb.
Einge Piloten fuhren nach Slovenien an Liak und Kovk, die zweite Gruppe nach Italien.
Beide Gruppen kamen letztlich an fast allen Tagen zu schönen Flügen, wobei die Kante in Solvenien zwischen Nova Gorica und Ajdovscina letztendlich die längeren Flüge ermöglichte. Was sicher auch damit zusammenhängt, dass die Temperaturunterschiede durch die kälteren Nächte in Slovenien bessere Thermik erzeugten.
In Bassano empfing die Haller Piloten wie erwartet eine unglaublich grosse Anzahl Piloten. Die Pensionen waren fast restlos ausgebucht.
Auch der Luftraum über dem Landeplatz am Garden Relais und der Landeplatz war vor allem am Sonntag und Mittwoch deutlich überstrapaziert. Aus Sichheitsgesichtspunkten vor allem für die Drachenpiloten grenzwertig.
Von Montag bis Donnerstag konnten gute Flüge durchgeführt werden. Am Dienstag fehlte dann nicht viel um das Monument am Grappa zu erreichen.
Auf der Rückfahrt am Freitag konnten die Piloten noch eine schönen ruhigen Herbstflug in Levico Therme geniesen.


HGC WE-Cup 2017

Oktober 2017


Es hat ein Weilchen gedauert, aber nun gibt es wieder einen Bericht zum aktuellen Stand des HGC-WE-Cup. Der Bericht ist dieses Mal etwas kürzer geraten (bin zur Zeit etwas schreibfaul), dafür gibts mehr Bilder.

Das wichtigste zuerst! Wir haben eine neue Teilnehmerin:
Sophie Batusic
Mit zwei schönen Flügen in Türkheim steigt sie in den Wettbewerb mit ein. Aber Sophie, da geht noch mehr … gelle :-).

In der Gesamtwertung übernimmt Andreas Fritz mit knapp 29 h Flugzeit, vor Christof Knatz (23 h). Dritter ist Jörg Mayer (13 h). Die größte Verbesserung erzielte Michael Gröner, von Platz 8 auf 4.

In der Einkornwertung übernimmt ebenfalls Andreas Fritz mit 2:42 h die Führung. Die Abstände in der Einkornwertung sind aber deutlich geringer. Es folgen Christof Knatz (2:30 h) und Martin Gronbach (1:54). Die größte Verbesserung erzielte Bernd Mezger (1:12 h), von Platz 9 auf 6.

Und nun zu den Bilder. An dieser Stelle auch ein großen Dank an Jörg Mayer, der die Berichte immer wieder mit schönen Bildern unterstützt.

Bilder von Jörg, Heike und Heiko:

  • Jörg startet in Laragne
  • Heiko und Heike in Aspres
  • Heike dreht auf
  • Heike in Aspres
  • Ausruhen vorm Fliegen
  • Jörg startet in Aspres
  • Jörg in Laragne

Bilder von Andreas Fritz:

  • Herbstthermik am Rande des Schwarzwald
  • Aufgedreht am Langkofel, jetzt kanns losgehen
  • Auf dem Weg zur Marmolada, links unten Pordoispitze
  • Über der Marmolada, geschafft
  • Und wieder zurück

Mit folgendem Link könnt Ihr die Flüge derjenigen Piloten ansehen, welche Ihre Flüge auf den XC-Server des DHV stellen: http://www.dhv-xc.de/xc/modules/leonardo/index.php?name=leonardo&op=list_flights&fltr=20C0EA6100EB9F660001650005408055_9738_6330_7222_8764_5738_289_10907_9749.

Und noch zum Schluss: Bitte schickt mir Bilder, Bilder, Bilder! Muss auch nichts mit dem WE-Cup zu tun haben, Hauptsache schöne Bilder von Euren Flugerlebnissen.



Einkorn-Cup 2017


Bericht von Christoph:

Seit nun bereits 40 Jahren ermitteln die Drachenpiloten/innen des Schwäbisch Haller Vereins HGC Einkorn ihren Vereinsmeister einmal im Jahr durch ein Zeit-Zielfliegen an ihrem Hausberg.

Am vergangenen Sonntag war es wieder soweit und 15 Piloten/innen flogen um die Pokale vom Einkorn. Sie mussten versuchen möglichst lange in der Luft zu bleiben und anschließend nahe am eigens ausgelegten Landepunkt stehend zu landen.

Bei schwierigen Windverhältnissen gelang das an diesem Tag gelang nicht jedem und mancher Pilot, der Punktabzüge hinnehmen musste, hoffte auf den zweiten Durchgang am Nachmittag, nachdem alle bis kurz nach Mittag sicher gestartet und einmal geflogen waren. So auch Vereinsvorstand Sven Beutinger, der nur einen Meter vom Zielpunkt entfernt gelandet war, allerdings auf den Rädern.

Auch die vielen Besucher, die es bei schönem ruhigen Herbstwetter auf den Berg zog und die etliche aufgebaute, farbenfrohe Drachen zu sehen bekamen, hofften darauf  viele weitere Piloten/innen lautlos und dynamisch abheben und den Einkorn hinabgleiten zu sehen.

Leider ließen dies die schwachen und umlaufenden Windverhältnisse nicht mehr zu, denn Drachenpiloten benötigen für einen sicheren Start einen Wind von vorne.

Die beiden sehr motivierten Senioren im Feld konnten zwar noch ein zweites Mal starten, alle folgenden Piloten warteten jedoch vergeblich auf den passenden Wind. Ein Novum war die Teilnahme von gleich drei Piloten des Schwarzwälder Vereins aus Spaichingen.

Letztendlich reichten Flugzeit und Landepunkte für Sven Beutinger aus Mainhard doch aus den Vereinsmeistertitel zu holen vor Michael Gröner aus Lauterstein und Martin Hauser von den Spaichinger Drachenfliegern. Den vierten Platz belegte die beste Dame Beate Bauer aus Obersontheim vor Jörg Mayer aus Löchgau.

Den Pokal des besten Seniors holte sich Marko Batic aus Ludwigsburg. Bester Newcomer wurde Wolfgang Sauter von den Spaichingern.

Bilder findet Ihr in den Impressionen unter http://www.hgc-einkorn.de/bildergalerien/einkorn-cup-2017/


HG Challenge 2017

Bericht von Tilo Düpmann


Ich schließe die Augen: Um mich herum aufgeregtes Geschnatter im Bus. Alte Bekanntschaften werden da aufgefrischt, neue geschlossen, Geschichten erzählt, wer, woher, was fliegst du. Andere, vielleicht auch Neuling bei dieser Veranstaltung wie ich, wirken eher still und in sich gekehrt.
Was wird uns wohl erwarten an diesem ersten Tag der Hang Gliding Challenge?

Rückblick:
Seit 6 Jahren fliege ich Drachen, habe wunderbare Situationen erlebt und herbe Rückschläge. Gerade beginne ich mich, immer unterstützt von meinen Vereinskameraden und Fluglehrern, vom Startplatz zu entfernen, die ersten Streckenflüge zu wagen. Dann die Ausschreibung zu dieser Veranstaltung. Ist das überhaupt etwas für mich?

Von meinen Flugkameraden wollte mich keiner hierher begleiten. Die alten Hasen haben keine Lust. Die jüngeren trauen sich nicht. „HG-Challenge? das ist doch ein Wettbewerb- das ist nichts für mich.“ Höre ich und lasse mich verunsichern. Allerdings kenne ich Greifenburg und Umgebung ganz gut – hier habe ich meine Höhenflugausbildung gemacht und hierher zieht es unseren Verein jedes Jahr zu Pfingsten. Also habe ich mich angemeldet und das kleine grüne Sorgenmännchen ignoriert, so lange ich konnte. Eben im Bus ist es aber aufgewacht.

Gestern Abend – Einschreibung: Sieben Pilotinnen und einunddreißig Piloten sind der Einladung des DHVs und speziell der HG-Beauftragten Regina Glas gefolgt. Die Meisten aus allen Ecken Deutschlands, Einige aus Österreich und der Schweiz, vier haben japanische Wurzeln. Schön zu sehen, dass es auch junge Piloten gibt, die unseren Sport betreiben, im Altersschnitt der Piloten bin ich dann eher bei den Älteren, die aber die Mehrheit stellen. Viele haben schon öfters teilgenommen aber es gibt auch genügend nervöse Einsteiger wie mich.
Gleich bei der Einschreibung gibt es T-Shirt, Wegepunkt-Pläne und sogar Startkarten für die ganze Woche. Auf der Rückseite die wichtigsten Telefonnummern aufgeklebt.

Das erste Briefing:
Der Umgangston ist herzlich. Regina nimmt gleich mal etwas den Druck raus: Jeder soll sich eigene, machbare Ziele setzen. Gemeinsames Lernen und Verbessern in der Gruppe steht im Vordergrund. Die Challenge ist der Rahmen hierfür.
Dafür hat der DHV einiges an Aufwand spendiert, Tim Grabowski, Oliver Barthelmes und Markus Baisch unterstützen Regina am Boden und die Piloten in der Luft. Peter Cröninger stößt abends zur Gruppe um die Theorie aufzufrischen.

Tag 1:
Wir nehmen den ersten Bus um 9 Uhr, damit wir genügend Platz und Zeit zum Aufbauen haben.
Das erste Task-Briefing um 12 Uhr: Wegepunkte, Startfenster, Tasks – Unbekannte Welten und knifflige Vario-Einstellungen treffen auf überforderte Einsteiger. Jeder weiß ein bisschen etwas und am Ende hat jeder die Route vom Task-Board auf das eigene Gerät übertragen. Dann gehen alle Drachen in die Luft und auf Strecke. Später kommen per WhatsApp die ersten Rückholwünsche rein. Kein ganz leichter Tag, da sind sich abends alle einig. Das Wetter war zwar ganz gut, die Thermik teilweise stark und bockig, oder irgendwie woanders. Das folgen einer festen Route mit dem Vario, gleichzeitig auf die anderen Piloten in der Luft achten, nicht zu früh zu starten und nicht zu spät aus dem Startzylinder ausfliegen… 15 kommen ins Ziel. Alle werden bei Start und Landung gefilmt – Material für später.
Beim Abendessen frage ich laut wer wohl den leuchtend grünen RX fliegt, der mich heute lange begleitet und mehrmals ausgekurbelt hat: Die junge Aline mir gegenüber grinst übers ganze Gesicht. Sie hat heute uns Atosis mal gezeigt wie Flexi fliegen geht. Dafür bekommt sie den 3 Platz in der Tageswertung.

Abends: Fluganalyse mit Oli und Tim. Dann kommt Peter Cröninger und bespricht mit viel Witz und Empathie die Start- und Landevideos. Danach schleppen wir die schmerzenden Glieder ins Bett – Morgen gibt es wieder einen 9 Uhr Bus zu erreichen und es soll nachmittags gewittrig werden – Ein früher Start wäre günstig.

Tag 2:
Wegen dem unsicheren Wetter wird die Aufgabe in Landeplatznähe gesteckt. Die Wendepunkte aber weiter im Tal, die Zylinder kleiner – das wird schwieriger. Die Thermik ist gut aber hart. Das schlägt dem einen oder anderen Piloten auf den Magen.
Die seit heute parallel stattfindende GS Challenge erhöht die Zellstoffdichte in der Luft erheblich. Der GS Task wird später am Tag wegen aufziehender Gewitter gecanceled. Ich erwische einen guten Start und kann die erste Hälfte gut und schnell hinter mich bringen. Dann Doppelfehler: Zu tief abgeflogen und Irschens Kirche nicht gleich gefunden. Ich versenke mich gründlich, kann mich aber dank Starrflügel in Zapfenkickhöhe am Hang entlang zurück zum Landeplatz mogeln. Dort erklärt mir dann Peter gleich nach der verpatzten Landung, was ich falsch mache… Leicht geknickt verhole ich mich erst mal in den Badesee – Hombre ist das heiß hier. Das anschließende Bananensplit hebt die Stimmung langsam wieder. Morgen will ich das alles besser machen – bei den Landungen wird aber die ganze Woche der Wurm drin sein.
Tagessieger war heute Thomas Dieterich bei den Männern. Bei den Frauen dominiert Susanne Schönecker den Wettbewerb. Aline wird mit ihrem Flexi 2. Jeden Tag werden die Tagessieger mit kleinen Geschenken belohnt.

Tag3:
Am späten Morgen sehen wir schon die erste Gewitterzelle über Lienz aufziehen. Der kleine Task wird zwar noch ausgeschrieben aber nicht mehr gestartet. Stattdessen gibt es einen „Schönlande-Wettbewerb“, bei dem wir umsetzten sollen, was uns Peter gestern Abend noch ans Herz gelegt hat.
Dank chaotischer Windverhältnisse an den Landeplätzen ist das heute eine große Herausforderung. Am Ende werden von Ines und Oli die 3 Schönstlander ausgewählt und abends prämiert. Ein kurzer Schauer beschleunigt den Abbauvorgang. Später wieder schönstes Wetter, das von ein paar Teilnehmern noch für einen Nachmittagsflug genutzt wird. Abends sitzen wir wieder zusammen, schauen uns die Videos des Tages an und diskutieren über Flugstrategie und wann man am besten startet um sich rechtzeitig zum Racestart zu positionieren.

Tag 4:
Sich rechtzeitig zum Racestart zu positionieren? Gründlich danebengegangen! Mein Vario verkündet, dass das erste von 3 Startfenstern soeben geöffnet wurde – auch die nächsten zwei stehe ich noch am Boden in der Schlange. Die Bedingungen sind lau – der Wind die meiste Zeit 90° zum Startplatz und es herrscht erhebliche Absaufgefahr. Die Frühstarter haben es aber nach oben geschafft, genau so, wie gestern Abend noch empfohlen wurde. Da ist sie wieder die Lernkurve. Leicht genervt kann ich dann doch endlich starten und muss mich erst mal nach oben kämpfen. Die ersten 300m sind schwer, dann geht es besser und mit 30 Minuten Verspätung kann ich endlich auf Strecke gehen. Diesmal weiß ich genau, wo die Wendepunkte liegen und wir kennen inzwischen die Thermikquellen gut.
Es läuft: Ritsch: Gerlamoos Kirche – Ratsch: Griebitsch Alm. Zurück zur Emberger und Höhe machen. Ich fliege mit 2650m ab und nehme den langen Weg zur Weissensee-Brücke. Es trägt schön, ich bin alleine und spät dran. Also gebe ich meinem Atos die Sporen. Wir kommen hoch genug an um die Wende direkt zu nehmen. Tief unten sehe ich Valentin grundeln, der Arme, denke ich. Auch er wird sich wieder ausgraben, wie er mir abends stolz erzählt. Ich finde keinen rechten Anschluss hier und statt die Höhe beim Suchen zu vernichten (Wieder ein Rat vom Vorabend) quere ich gleich zurück zum Gaugen-Eck, und fliege in halber Höhe am Hang entlang zum letzten Wendepunkt, Landeplatz Berg. Die Luft über den Fichten ist richtig warm und es duftet nach Harz und Zapfen – wie schön. Ich kann das richtig genießen, die Höhe reicht eh. Ein letztes Mal spielt mir das Vario eine Melodie und spricht zu mir: „Waypoint reached“. So viel Resthöhe reizt, das Geschwindigkeitspotential des VQ auszuprobieren. Und so rausche ich mit knapp 100 km/h über Greifenburg zum Landeplatz. Dort liegt ein großes Kreuz: Der Task wurde vorzeitig beendet, dem dunkler werdenden Himmel und der Sicherheit geschuldet. Damit kommen am Ende nur 4 Piloten formal ins Ziel, wir anderen werden nach Strecke und Höhe zum Race-Ende abgerechnet. Ich nehm‘s nicht krumm. Mein Steuerbügel schon – eine schöne Landung wäre ja der krönende Abschluss gewesen. Daran muss ich noch arbeiten.

Abends gibt es ein großes Grillfest, Drachen und Gleitschirmflieger stehen in Gruppen zusammen und erzählen sich ihre Abenteuer der letzten Tage. Der Wolkenbruch wird im großen Mannschaftszelt abgewettert und gelassen hingenommen.

Tag 5, der letzte Tag der Challenge:
Heute gibt es keinen Task mehr. Während ich gemütlich im Badesee schwimme, turnt Ines schon wieder mit ihrem Crossover durch den blauen Himmel und hat sichtlich Spaß.
Dann gibt es die Siegerehrung:
In der Endabrechnung gewinnt bei den Starren Thomas Diederich, Susanne Schönecker ist die beste Pilotin. Oliver Salewski gewinnt die Wertung bei den Flexies, Aline Dobrovsky ist die Beste bei den Turmlosen. Valentin Panzenböck ist der Sieger mit Turmdrachen. Die restlichen Sieger stehen drum herum – irgendwie hat doch jeder gewonnen, der seinen Steckenflug oder Wettbewerbsambitionen näher gekommen ist. Kleine Geschenke gibt es auch für alle.

Fazit:
Wer seinen fliegerischen Horizont in Richtung Streckenflug erweitern will, wer das Wettbewerbsfliegen versuchen möchte und wer in einer Woche mehr fliegen und lernen will wie sonst in einem Jahr nicht, für den gibt es keine Bessere Gelegenheit als die HG Challenge. Speziell, aber nicht nur für Piloten, die keinen aktiven Verein ums Eck haben, ist dies eine großartige Veranstaltung mit äußerst engagierten Betreuern. Danke an Markus, Oliver, Tim, Peter und ganz besonders an Regina Glas für diese wunderbaren Tage. Danke an den Wettergott und die Schutzengel – alle haben Hand in Hand gearbeitet. Ich fahre nicht nur als deutlich gereifter Pilot nach Hause, ich habe auch 40 andere Flieger in dieser Woche kennen gelernt, die ich hoffentlich bald in luftigen Höhen oder am Boden wieder treffen werde.

Tilo Düpmann



HGC WE-Cup 2017

Stand Juni


Nach einer kleinen Pause gibt es nun den aktuellen Stand im HGC WE-Cup. Die Flugsaison ist in vollem Gange und es wurden einige weite und lange Flüge absolviert. So festigte Christof Knatz mit mit einem knapp sechstündigen Flug an der Emberger Alm seine Führung in der Gesamtwertung (22,5 h). Er erflog dabei ein flaches Dreieck von 166 km, seine bisher weiteste Strecke. Auf Platz zwei und drei folgen weiterhin Andreas Fritz mit 18h und Jörg Mayer mit 9h.
Familie Wankmüller-Bauer arbeitet sich nach vorne. Mit Flügen unter anderem am Tegelberg rückt Christoph auf Platz 4 vor. Beate ist nun auf Platz 10. Damit hat die rote Laterne Bernd Mezger übernommen. Bernd, da geht noch was!

Michael Gröner erhöht kontinuierlich mit Flügen in Türkheim seine Flugzeit. Dass Fliegen in Türkheim Spaß macht kann man sehen (siehe Bild). Auch ist man dort selten „alleine“ (siehe Bild).

In der Einkornwertung ist weiterhin Christof Knatz mit 2:10 h in Führung. Martin Gronbach konnte sich mit eine 22 min-Flug am  auf Platz 2 verbessern und verweist Andreas Fritz auf Platz 3. Auf Platz 4 rückt auch Andreas Oker näher an die Top 3 heran. Die Einkornwertung bleibt auch dieses Jahr sehr spannend, allerdings mit „etwas“ längeren Flugzeiten

Mit folgendem Link könnt Ihr die Flüge derjenigen Piloten ansehen, welche Ihre Flüge auf den XC-Server des DHV stellen: http://www.dhv-xc.de/xc/modules/leonardo/index.php?name=leonardo&op=list_flights&fltr=20C0EA6100EB9F660001650005408055_9738_6330_7222_8764_5738_289_10907_9749.

Ich freue mich auf viele weitere schöne Flüge und einen spannenden Wettbewerb.

Bis dann in der Luft

Andreas

Bilder:

  • Flugtag am Einkorn (Bild F. Philipzik)
  • Den Großglockner im Blick (Bild A. Fritz)
  • Auf dem Rückweg, Richtung Zettersfeld (Bild A. Fritz)



Thermiktour 2017

Fliegen (nicht nur) im Lechtal


Nachdem im April die Ausfahrt zum Saisonstart nicht geklappt hat, sollte es dieses Jahr auf jeden Fall zur Thermiktour irgendwo hingehen. Nachdem das Wetter sich anfangs etwas zierte, meldete die Wettervorhersage dann doch noch stabiles Hochdruckwetter und die Wahl fiel auf das Lechtal (Jöchelspitze).
Am Donnerstag war Anreisetag und somit wurde der erste Stop am Tegelberg eingelegt, an welchem es dann bei recht niedriger Basis dann doch recht ordentlich zur Sache ging. Am Freitag sollte es dann soweit sein, Erstflug an der Jöchelspitze. Pünktlich um zehn Uhr an der Bahn konnten wir dann aber nur lange Gesichter machen, das Transportgestell war nicht eingehängt und die Bahn konnte unsere Drachen nicht transportieren. Somit ging es dann nochmals an den Tegelberg, wo es dann auch nicht ganz schlecht war ;-).
Da am Samstag die Windsituation nicht ganz eindeutig war entschied sich die Gruppe für den Breitenberg. Für viele war dies der erste Flug in diesem Gebiet, was aber der Länge und Weite der Flüge nicht geschadet hat. Matthias Hambalek flog kurzerhand ins Lechtal zum Campingplatz und Marko Batic hatte bis dahin mit 1:18h seinen längsten Flug.
Am Sonntag war es dann endlich soweit: Fliegen an der Jöchelspitze. 10:30 oben am Berg und der Wind stand perfekt an. 12:00, der erste Start, 12:30 alle waren gestartet. Für (fast) alle ging es direkt nach dem Start richtig gut nach oben. Ok, teilweise müssen wir Windsituation einschätzen und Vario befestigen nochmal üben. Dann säuft man auch an einem perfekten Tag nicht ab ;-). Es war ein Tag für persönliche Rekorde und weite Strecken: Marko Batic verbesserte seine persönliche Flugzeit auf 1:50h, gleichzeitig erflog er mit 3300m seine größte Höhe, ich (Andy Fritz) und Fabian Philipzik haben unsere bisher längste Strecke geflogen und Matthias Hambalek landete letztendlich an der Zugspitze.

Alles in allem eine sehr gelungene Ausfahrt mit neuen Fluggebieten und langen schönen Flügen!

Mit dabei waren: Sven Beutinger, Fabian Philipzik, Marko Batic, Michael Stegmaier, Andreas Leonhard, Stefan Schlang, Matthias Hambalek, Andreas Häffelin, Thomas Krafft, Andreas Fritz, Christian Böge

Bilder der Ausfahrt findet Ihr unter: http://www.hgc-einkorn.de/bildergalerien/thermiktour-2017/


HGC WE-Cup 2017

Stand April


Bassano, Tegelberg, Greifenburg, Weckrieden, Türkheim. Das alles ging schon im April … als es noch Frühling war.
Christof Knatz baut mit Flügen in Greifenburg und am Tegelberg seine Führung in der Gesamtwertung merklich aus. Drei recht lange Flüge bei sportlichen Bedingungen lassen ihn die Gesamtwertung mit 8:42 h anführen. Der Tegelberg bot dieses Jahr schon Anfang April (im Moment muss man sich wieder durch den Schnee schaufeln) schon beste Flugbedingungen. Unter anderem mit Flügen am Tegelberg sortieren sich Andreas Fritz (6:52 h) und Jörg Mayer (4:25) auf Platz zwei und drei ein.
Einen schönen Flug machte mit 1:01 h Michael Gröner  in Türkheim (siehe XC-Link). Türkheim bietet bestimmt noch mehr Potential, sicher ein interessantes Gebiet für Piloten aus der Region um Geislingen.

Im April mit eingestiegen sind:

  • Tilo Düpmann
  • Martin Stengelin

Tilo Düpmann steigt mit Flügen in Bösingen und am Kandel auf Platz 5 in der Gesamtwertung ein. Martin Stengelin hat noch Potential sich zu steigern, da haben wir schon mehr gesehen ;-).

In der Einkornwertung ging es in den letzten Wochen eher beschaulich zu. Christof Knatz führt weiterhin mit 2:10 das Feld an. Auf Platz zwei sortiert sich inzwischen mit 1:33 h Andreas Fritz ein. Mit 1:10 h absolvierte er den einzigsten (zumindest gemeldeten) Flug am Einkorn. Auf Platz drei nun mit 1:17 h Martin Gronbach.
Am Einkorn geht mehr als man denkt. Lasst Euch die Bedingungen nicht schlechtreden, dann klappts auch mit den langen Flügen!

Mit folgendem Link könnt Ihr die Flüge derjenigen Piloten ansehen, welche Ihre Flüge auf den XC-Server des DHV stellen: http://www.dhv-xc.de/xc/modules/leonardo/index.php?name=leonardo&op=list_flights&fltr=20C0EA6100EB9F660001650005408055_9738_6330_7222_8764_5738_289_10907_9749.

Bis dann in der Luft

Andreas

Bilder:

  • Tegelberg Anfang April (Bild F. Philipzik)
  • Bassano mit Blick aufs Monument (A. Fritz)
  • Tegelberg: A. Fritz hat J. Mayer fest im Blick
  • Einkorn im April: A. Fritz zusammen mit B. Mezger