Nachlese zum 40jährigen Jubiläum des HGC

Zur Jubiläumsfeier des Haller Drachenfliegervereins kamen 75 Mitglieder und Angehörige in die Rudolf-Then-Halle nach Michelbach.

Die Drachenflieger feierten ihr 40-jähriges Bestehen und Vorstand Sven Beutinger ehrte die Jubilare, die dem Verein seit 30 Jahren oder länger die Treue halten.

Highlights der Veranstaltung waren neben verschiedenen Filmen zum Drachenfliegen am Einkorn und in den Alpen digitalisierte Super-8 Filmaufnahmen aus den Anfängen der
Drachenfliegerei in den siebziger Jahren. Zu sehen waren auch die ersten Hüpfer mit Geräten aus Bambusrohr und Plastikfolie und mit dem vom Bibersfelder Flugzeugbauer und Gründungsmitglied
Roman Weller in seiner Jugend nachgebauten Lilienthal-Gleiter.
In ihrer Rede, die 40 Jahre Vereinsgeschichte und einen Ausblick in die Zukunft umfasste, ließ Beate Bauer in den Köpfen der Anwesenden einen Film der Drachenfliegerhistorie in Hall Revue passieren.

Von den anwesenden Mitgliedern der ersten Stunde des HGC Einkorn (Ewald Scheiber, Roman Weller, Wolfgang Lang, Rainer Rössler, Konrad Bräuning, Jürgen Brotz und Hermann Brodbeck) wurden zwei Jubilaren die Ehrenmitgliedschaft übertragen: Jürgen Brotz aus Obersontheim wurde für sein 12-jährigen Engagement in der Vorstandschaft des Vereins (6 Jahre davon als erster Vorstand) geehrt. Hermann Brodbeck aus Michelbach, der nicht nur im Wettkampfsport aktiv war (er flog bereits in den 80-iger Jahren bei den deutschen Meisterschaften mit), sondern sich auch jahrzehntelang als Fluglehrer für die Ausbildung neuer Piloten und Fluglehrer des Hängegleiterclubs einsetzte wurde ebenfalls zum Ehrenmitglied des Drachenflugvereins ernannt. Unvergessen in der Flieger-Szene sind die von ihm in den neunziger Jahren organisierten ersten Drachen- und später auch Gleitschirmmessen in Schwäbisch Hall.

Der Abend wurde durch einen Lieder unsers Vereinsmitglieds und Liedermachers Florian Kern abgerundet.


Einkorn weiterhin gesperrt

Liebe Vereinsmitglieder,
bestimmt haben die meisten unter euch die Info von Björn Klaasen gelesen: Das Ruhen der Geländezulassungen wird mit Wirkung zum 20.04.2020 aufgehoben. Ihr fragt euch nun, ob das Fliegen am Einkorn wieder möglich ist.
Dies zu entscheiden liegt nun bei den Geländehaltern, also dem HGC. Es handelt sich allerdings nicht um eine freie Entscheidung, denn wir müssen natürlichdie aktuelle Coronaverordnung unseres Bundeslandes einhalten. Sicherlich habt ihr auch die Empfehlung des DHV, den Flugbetrieb nicht umgehend wiederaufzunehmen gelesen.
Inzwischen wissen wir, dass das Kontaktverbot nicht aufgehoben wurde und öffentliche Plätze, sowie Spiel- und Bolzplätze gesperrt bleiben.
Auf eine Anfrage des DHV- Ausbidungsreferats gibt es von der Landesregierung folgende Rückmeldung:
Ziel der Corona-Verordnung der Landesregierung ist es, die Vielzahl der Kontakte im öffentlichen Raum zu reduzieren, um die Corona-Pandemie und das hiermit einhergehende Infektionsgeschehen zu verlangsamen. Zu diesem Zweck wurde die Schließung aller Sportstätten und Sportanlagen erlassen. Hiervon sind auch Flugsportanlagen betroffen, unabhängig davon, in welcher Form das Flugtraining stattfinden würde.
Momentan liegen uns keine anderslautenden Stellungnahmen von anderen Behörden, wie Stadt- oder Gemeindeverwaltungen oder Landratsamt vor, deren Rechtskräftigkeit aufgrund der Priorität der Landesverordnungen auch zweifelhaft und zu prüfen wären.
Eine zentrale Anfrage bezüglich der Wiederaufnahme des Flugbetriebs in BadenWürttemberg gibt es aktuell vom Regionalbeirat Südwest des DHV (Dieter Lische), bei der Landesluftfahrtbehörde Baden-Württemberg. Er hat mögliche Vorsichtsmaßnahmen, z.B. Abstandsregeln und den Individualsportcharakter unseres Hobbys mit eingebracht, um möglichst eine positive Antwort zu erzielen.

Aus diesen Gründen müssen wir zunächst das Flugverbot am Einkorn bis einschließlich 07.Mai aufrecht erhalten.

Sollte sich vorher die Sachlage ändern, werden wir euch natürlich zeitnah informieren. Wir müssen euch an dieser Stelle auch darum bitten, von Einzelaktionen (persönliche Anfragen auf den Ämtern) abzusehen. Dies führt nur zu einer unklaren Informationslage und wirkt sich nachteilig für uns in der Öffentlichkeit aus.
Wir freuen uns schon, euch bald wieder beim Fliegen zu treffen!

Die Vorstandschaft des HGC-Einkorn


Unbedingt bachten! - Fluggebiet Einkorn gesperrt

Auf Grund der aktuellen Coronakrise sind alle Fluggebiete für Gleitschirme und Hängegleiter gesperrt. Weitere Informationen gibt es auf der Seite des DHV.

Das betrifft leider auch die Schnuppertage, die hiermit abgesagt sind.

Wir informieren euch, sobald sich etwas Neues ergibt.

Bleibt gesund!

Drachenflugschnuppertage Schwäbisch Hall im März 2020

Ihr träumt vom Fliegen und würdet gerne selbst abheben? Ihr steht am Einkorn und schaut bei jedem Start sehnsüchtig den Drachenfliegern hinterher? Ihr wollt das Gefühl haben, euch seien Flügel gewachsen? Dann ist Drachenfliegen genau euer Sport! Noch nicht ganz sicher? Kommt zum Drachenflug-Schnuppertag und probiert es aus!

Was passiert beim Drachenflug-Schnuppertag?

  • Präsentation und Filmsequenzen zu Ausbildung, Ausrüstung und Kosten
  • Gemeinsames Aufbauen der Drachen am Übungshang
  • Vorstellen der Ausrüstung
  • bodennahe Laufübungen, Start- und Landeübungen am Übungshang mit professioneller Fluglehrerbetreuung

Was müsst ihr mitbringen?

Vor allem Interesse an einem faszinierenden Luftsport - näher könnt ihr dem Vogelflug nicht kommen!
Spaß, körperliche Fitness und stabiles Schuhwerk sowie eine strapazierfähige lange Hose (!), gerne auch Knieschützer und griffige Handschuhe solltet ihr dabei haben. Denkt auch an ein ordentliches Vesper und genug zu trinken.
Das Übungsmaterial wird vollständig gestellt. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Wann findet es statt?

An den folgenden Wochenenden im März 2020 bietet der HGC-Einkorn zusammen mit der Flugschule echtfliegen wetterabhängig Drachenflugschnuppertage in Schwäbisch Hall an:
7./8. März - 14./15. März - 21./22. März - 28./29. März 2020

Was kostet es?

Die Gebühren für den Schnuppertag betragen 40 Euro für Studenten, Schüler, Azubis, Bufdis und 60 Euro für Verdiener.

Wo bekomme ich weitere Infos und wie melde ich mich an?

Weiter Informationen bekommt ihr abends unter 07973 16074 oder per Mail unter info@echtfliegen.de
Über diese Mailadresse und Telefonnummer könnt ihr euch auch anmelden.


Einkorn-Cup 2018


Bericht von Christoph Wankmüller:

Immer im Herbst gibt es auf dem Schwäbisch Hall Hausberg und Naherholungsgebiet Einkorn viele Drachenstarts- und Landungen zu sehen. Bei den Vereinsmeisterschaften des HGC Einkorn nahmen etliche Drachenpiloten/innen teil.

Den Start machten bei die beiden jüngsten Vereinspiloten Andreas Lang und Seel Wankmüller, beide 16 Jahre alt, am frühen Morgen, bevor die Thermik einsetzte. Die beiden Schüler sind in der Ausbildung zum Drachenflieger und konnten an diesem Tag ihren ersten Höhenflug vom Einkorn unter Funkanleitung der lokalen Fluglehrer durchführen. Der erste richtige hohe Drachenflug ist immer ein ganz besonderes Ereignis. Beobachtet und beklatscht wurden sie von den anderen Vereinspiloten/innen, die direkt im Anschluß mit dem Wettbewerb begannen.

Nach den Start bestand die Aufgabe darin, möglichst lange in der Luft zu bleiben, was bei den schwachen thermischen Bedingungen eine echte Herausforderung war. Ausserdem wurde der Abstand vom ausgelegten Landepunkt bei der Landung gemessen und die Perfektion bei der Ausführung bepunktet.

Beim ersten Durchgang gelangen bei den ruhigen Bedingungen, Christof Knatz, Martin Gronbach und Vorstand Sven Beutinger  die längsten Flüge. Die meisten Landepunkt holte sich Christoph Wankmüller vor Rolf Sauer.

Im zweiten Durchgang am frühen Nachmittag gelang Martin Gronbach ein langer Thermikflug mit deutlicher Startüberhöhung.

Die besten Landungen nah am Punkt erflogen Jörg Maier und Beate Bauer, sodass das Feld wieder dicht zusammenrückte.

Nach der Endauswertung auf dem Einkorn stand fest, dass Vereinsvorstand Sven Beutinger seinen Vorjahressieg vor Jörg Maier wiederholen konnte. Rolf Sauer wurde als bester Senior Dritter vor Martin Gronbach. Beate Bauer aus Obersontheim holte sich punktgleich mit ihrem Mann Christoph Wankmüller den 5. Platz und zusätzlich den Pokal für die beste Dame im Feld.

Bilder findet Ihr unter: http://www.hgc-einkorn.de/bildergalerien/einkorn-cup-2018/


Ausfahrt Saisonstart 2018


HGC-Seasonsopening vom 17.04. – 21.04.2018 – Bericht von M. Hambalek

So ging es los:

Hallo Zusammen,
das Ziel heißt jetzt Annecy, da waren wir noch nie!
Am Col de La Forclaz aufgedreht, da sehen wir was geht.
Fliegen rüber zum Mont Blanc, sagen hei und jo, jetzt bin ich aber froh.
Gelandet wird am Hauptlandeplatz in Doussard und jede Menge Sprit gespart.
Dort wird auch gecampt, ganz apart, Mobile home, einfache Ausstattung für ca. 20 € pro Person/Tag.
Abfahrt am Dienstag um  Einkorn 7:00 Uhr, 8:15 Uhr Zwischenstopp P+M Rutesheim, 71277 Rutesheim
Ziel Doussard, Aufahrgenehmigung abholen (gel Kurt) und fliegen, danach Checkin auf dem Campingplatz.
LG
Matthias
P.S.: Gebt mir bis Morgenabend Bescheid, damit wir die Mobile Homes buchen können. Wenn drei Personen lieber Zelten wollen, wäre das auch OK

Pünktlich um 8:30 Uhr verließen wir den Parkplatz Rutesheim. Danke an den Vorstand Sven, der den Bus am Einkorn abgeholt hatte. Der Rest, Andreas Häffelin, Kurt Bauer, Michael Gröner und Matthias Hambalek sind dann in Rutesheim zugestiegen.

Die Fahrt im Vereinsbus war überschattet, durch eine von Sven angekündigte Leistungsschwäche, die er an der Haller Steige in Richtung der Hochebene nach Wüstenrot ausgemacht hatte. Nichts desto trotz lief der Bus in der Ebene 117 km/h und Berg auf (Autobahn) in den meisten Fällen noch mit 90 km/h und so näherten wir uns langsam aber sicher unserem Ziel: Annecy. Der Weg dorthin war gezeichnet von Wolkenstraßen, so dass das eine oder andere Fliegerherz schon auf dem Weg ein bisschen höher schlug.
Nach nur einem Zwischenstopp zum Tanken erreichten wir um 14:40 Uhr nach einer staufreien Fahrt und einer schönen Spazierfahrt am Ostufer des Sees von Annecy unser Ziel in Doussard. Wir schlugen direkt am Landeplatz auf. Hier trafen wir auch den ersten Selbstfahrer, Jürgen Knauber.
Da augenscheinlich bestes Flugwetter war, wurden Kurt und Jürgen kurzerhand dazu verdonnert, am Rathaus in Doussard die Auffahrtsgenehmigung zu besorgen, während der Rest der Meute im Campingplatz Verger Fleuri eincheckte. Schöner leerer Campingplatz, aber das Einchecken war keine schnelle Sache. Dennoch haben wir die Buchung des Mobilehomes inkl. Endreinigung und die Nächtigung in drei weiteren Zelten nach ca. 1/2h erfolgreich hinter uns gebracht.
Mittlerweile waren auch Kurt und Jürgen da, mit der Nachricht, dass es die Auffahrtsgenehmigung jetzt im Rathaus in Talloires zu besorgen ist. Nach dem Verstauen des Gepäcks im Mobilehome ging es also auf nach Talloires. Als wir das Rathaus/Tourioffice gefunden hatten, mussten wir erfahren, dass es die Auffahrtsgenehmigung nun an dem LP der Gleitschirmflieger in Taillores gibt. Das war nicht weit vom Touri Office und ca. 10 min später hatten wir auch den richtigen Laden ausgemacht und noch einmal 10 min später die Auffahrtsgenehmigung in der Hand. Die Auffahrt selbst war kein Problem und nachdem wir verstanden hatten, wie die Schranke funktioniert, konnten wir auch direkt bis zum Startplatz hochfahren. Alle wollten schnell fliegen und so wurde relativ schnell aufgebaut und im nu war die ganze Mannschaft startbereit.

Am Start ging es ab ca. 17:15 Uhr mit ca. 5 m/s hoch an die Basis, die an diesem Tag auf ca. 1850m lag. Das reichte, um den schönen See von Annecy zu überqueren und an der gegenüberliegenden Westridge zu soaren. Insgesamt kamen so schon die ersten Flugstunden zusammen und es musste um 19:30 Uhr noch schnell die erste Flüßigkeitsversorgung und Frühstück eingekauft werden, während die letzten Piloten eingelandet waren. Nach dem Zeltaufbau, wurde der Tag um ca. 21:00 Uhr mit einem gemeinsamen Pizzaessen im Ort Doussard beschlossen. Mit von der Partie waren jetzt auch die Selbstfahrer Andi Fritz und Dietmar Sauter.

Am nächsten Tag ging es nach einem reichhaltigen Frühstück, gut ausgeschlafen und hoch motiviert schon um ca. 10:30 Uhr auf den Berg. Am Startplatz kachelte der Wind von der Seite links (SüdWest) und von hinten (Südost) hoch und das ging bis ca. 13:00 Uhr so. Dann war es Windstill mit Ablösungen von vorne und hinten bis sich ab 14:00 Uhr ein mehr oder weniger konstanter Seitenwind von rechts (N – No) gemischt mit thermischem Startwind durch setzte. Ab ca. 14:30 Uhr wurde gestartet und in der bockigen Thermik geflogen. Fast keiner ist an diesem Tag abgesoffen, aber alle waren sich einig, dass man solche Bedingungen nicht jeden Tag braucht und so wurde dieser Flugtag von dem meisten nach 1 – 2h Flugzeit freiwillig beendet.
Das hatte den Vorteil, dass noch einmal ausgiebig eingekauft werden konnte und so der Tag bei einem Kilo Spagetti und einem Kilo Hackfleisch im Mobilehome abgeschlossen wurde. Kurt nutzte die Gelegenheit, um Werbung für Passy zu machen, da man dort einmal geflogen sein muss.
Der Wetterbericht meldete für den Folgetag Südost, so dass ähnliche Verhältnisse am späten NW-Start Col de la Forcaz erwartet werden konnte, wie heute. Deshalb entschloss sich die Meute, nach einigen Beratschlagungen, für den Folgetag nach Passy zu fahren.

Nach einem noch reichhaltigeren Frühstück als am Vortag, ging es schon um 9:58 Uhr auf nach Passy. Nach einer elenden Umleitung und einigen Bedenken, ob das eine gute Entscheidung gewesen sei, kam eine leicht skeptische Gruppe schließlich am Haupt-LP von Passy an. Kurt fungierte hier als perfektes Navi zu einem Zwischenlandeplatz am See und zum Haupt-LP und als Motivator. Von dort zum Startplatz hochgepeilt, fragten wir uns, ob man für eine solche Höhendifferenz tatsächlich so weit fahren muss. Allerdings war uns schon während der Fahrt die gute Sicht auf den Mont Blanc aufgefallen, der sich nach der Auffahrt auf den Startplatz in seiner vollen Größe zeigte. Hier konnten wir uns ein Gruppenfoto nicht verkneifen und die Euphorie stieg:

Kurt, Sven, Jürgen, Andi, Dietmar, Andi, Matthias und Michael am Startplatz Passy, vor dem Mont Blanc

Da Passy ein Südgelände ist, wurde ab ca. 13:00 Uhr der Einstieg in die von unten raus zaghafte Thermik gewagt. Dieser gelang den meisten Teilnehmern problemlos und einem gigantischen Flug von ca. 2 – 3h in und mit einem beeindruckenden Panorama stand nichts mehr im Wege. Nur der Hambalek schaffte es nach anfänglicher Ankündigung nicht, den Mont Blanc zu umrunden, geschweige dem, diesen zu überhöhen. Bei einer bescheidenen Basis von ca. 3200m fehlten einfach noch die erforderlichen 1600m zur näheren Gipfelbesichtigung des Mont Blanc. Aber bei einer LP-Höhe von ca. 600m NN war die Arbeitshöhe ganz befriedigend und ermöglichte den einen oder anderen Sightseeing Flug der extra Klasse. Nach der Landung war das Grinsen in den meisten Gesichtern nicht mehr weg zu kriegen und so machten wir uns um ca. 18:00 Uhr wieder auf den Heimweg.
Heute gab es ein Diätmenü, das aus Reis, einem Würstel und einem marinierten Schweinespeck plus Salat bestand. Verständlich, dass da noch das eine oder andere Bier als Brotersatz herhalten musste, was letztendlich mit einem guten französischen Wein (wenn man im Supermarkt zwei Flaschen der gleichen Sorte kauft, bekommt man eine gratis), doch noch erfolgreich abgerundet werden konnte.
Bis tief in die Nacht hinein wurde der Flugtag fachmännisch diskutiert, d.h. breites Fliegerlatein war angesagt und der Bezahlwetterbericht für den Folgetag wurde konsultiert. Man entschied sich für Annecy und eine etwas spätere Auffahrt.
Einziger Wehmutstropfen an diesem Abend war, dass nebenbei offenbar wurde, dass pro Bussinsasse 2,50 € pro 100km Nutzungsgebühr zu zahlen sind. Damit hatten ca. 3/5 der Busmitfahrer nicht gerechnet. Manch einer wollte sich sogar daran erinnern können, zu Zeiten der Ausbildung und intensiver Busnutzung, diese Gebühr nicht bezahlt haben zu müssen. Nach anfänglicher Entrüstung, machte sich nach einigen Erklärungen des Vorstandes Ernüchterung und erneut Gelassenheit breit.
In dieser Nacht stießen noch Heiko und Jörg zu uns, die an diesem Tag für Annecy eine Basishöhe von ebenfalls 3200m vermeldeten und meinten, dass auch der Flugtag in Annecy nicht ganz schlecht gewesen sei.

Ausgiebig und betont lässig wurde am nächsten Tag wieder reichhaltig gefrühstückt, bis die ganze Meute Urplötzlich um ca. 10 Minuten vor Elf mit den Hufen scharrte und schon wieder Fluggeil war. Hier musste der Organisator einbremsen und legte nach pünktlicher Abfahrt um 11:00 Uhr noch einen Zwischenstopp am See ein. Schließlich muss man an einem solch schönen See doch auch einmal den Zeh ins kalte Wasser halten, oder?

Schaut Euch die Bilder an:

Gut an dem Seebesuch war vor Allem, dass er nicht allzu lange andauerte, so dass um ca. 11:25 Uhr der Weiterfahrt auf den Berg nichts mehr im Wege stand.

Was dann folgte, war ein weiterer Flugtag in Annecy, der in einigen Details ausgeführt werden will:

Ein Ligapilot der ersten Garde machte sich nach erneuter Wartezeit im NW-Gelände um ca. 14:15 Uhr an den Start, um der Meute zu zeigen, dass nun auch Drachenflieger steigen, nachdem schon einige Schirme hoch aufgedreht hatten. Kaum gestartet, stellte sich ein Sinken ein, das augenscheinlich nicht zu Enden schien. Motiviert vom offensichtlichen Unvermögen der vermeintlich siegeswilligen Ligapiloten, machte sich Hambalek startbereit, um der Meute zu zeigen, wie es besser geht. Besser ging es nah am Hang und kaum überhöht, wurde das Gleiten beschleunigt, um möglichst zeitnah den Startplatz zu überfliegen und der Meute zu zeigen, das es geht!
Schwupp die wupps, stellte sich nach diesem leicht beschleunigten Gleitflug unter Startniveau, das gleiche, nicht enden wollende Sinken ein, dass den Ligapiloten heimgesucht hatte und den heroischen Hambalek mir nichts, dir nichts, zum LP der Gleitschirmflieger in Talloires beförderte. Während dieser sich bis dorthin herunterbuxierte, nutzte die übrige Meute den jungfreulich frei gefegten Luftraum, um in Ruhe dem Startplatzbart bis hoch zur Basis auf ca. 3400m zu folgen. Es war ein herrliches Bild, die kleinen Drachen und Gleitschirmflieger kreuz und quer über den See fliegen zu sehen. Die letzten Landungen geschahen ca. 19:00 Uhr, so dass die Meute hoch befriedigt den Gang zum Abendmenü antrat. Dieses wurde auch heute wieder manuell und selbst erstellt, was sich zur Belohnung des Tages, in einem großen Stück Fleisch, Nudeln, Gemüse, Salat und einem unvergesslichen Nachtisch äußerte. Es wurden die Rückzugsmodalitäten für den nächsten und letzten Tag besprochen und eine evtl. Verlängerung des Flugabenteuers diskutiert, aber noch nicht final entschieden.

Am nächsten Morgen wurde die Abfahrt und der absolute Rückzug besprochen und zur Erleichterung dieser Entscheidung ein weiterer Tag in Passy geplant. Nach dem Rückbau der Zelte und der Endkontrolle durch den Campingplatzmajor, konnte das Mobilehome erfolgreich verlassen werden. Um 11:00 Uhr wurde die Fahrt nach Passy angetreten. Um ca. 12:20 Uhr war der Startplatz Passy erreicht und die Schirme schon unglaublich hoch am Himmel. Zügig aufgebaut, genoss noch einmal jeder das Panorama, bevor es erneut an das unvermeidbare Fliegen ging.
Petrus zeigte sich von seiner allerbesten Seite, so dass keiner der routinierten Adler vorzeitig eine Landung antreten musste. Vielmehr saugte der blaue Himmel die ausnahmslos startwilligen bis in die Stratosphäre, die an diesem Tag in Höhen von bis zu 3600m endete. Pünktlich um 16:30Uhr zwangen sich die Teilnehmer gegen Ihren Instinkt und gegen die Natur mit Gewalt zu Boden, um die vereinbarte Landezeit von 17:00 Uhr einzuhalten. Hierzu mussten teilweise unglaubliche Höhen mit Fleiß vernichtet werden. Bemerkenswert waren die durchweg guten Landungen, der nun an Flugpraxis geübten Teilnehmer. Final wurde um ca. 18:30 Uhr die Heimfahrt angetreten, die mit einem Pizzastopp und einem weiteren Tankstopp um ca. 1:30 Uhr in Rutesheim endete.

Bilder findet Ihr unter http://www.hgc-einkorn.de/bildergalerien/saisonstart-2018/


HGC WE-Cup 2017

Endergebnis 2017


Es waren noch einmal spannende vier Wochen. Zum einen konnte Christof Knatz seinen ersten Platz der Einkornwertung verteidigen und konnte ebenso mit Flügen in Lanzarote auch die Gesamtwertung für sich entscheiden.
Bernd Mezger hat in den letzten vier Wochen auch nochmal richtig Gas gegeben. Zum einen mit vielen Flügen in Lanzarote und Flügen unter schwierigsten Bedingungen ( 😉 ) am Einkorn verbesserte er sich in beiden Wertungen auf Platz 3.

So sind dann auch die ersten drei Plätze in beiden Wertungen gleich verteilt:

  1. Christof Knatz
  2. Andreas Fritz
  3. Bernd Mezger

Auch dieses Jahr wurde wieder sehr viel geflogen. 178 Flüge mit knapp 150 h Flugzeit wurden eingereicht. Der bisher erfolgreichste Wochenendcup! Wir sind gespannt auf die nächste Saison.

Mit folgendem Link könnt Ihr die Flüge derjenigen Piloten ansehen, welche Ihre Flüge auf den XC-Server des DHV stellen (das Jahr muss manuell auf 2017 gestellt werden): http://www.dhv-xc.de/xc/modules/leonardo/index.php?name=leonardo&op=list_flights&fltr=20C0EA6100EB9F660001650005408055_9738_6330_7222_8764_5738_289_10907_9749.

Die Bilder sind von Bernd und Christof aus Lanzarote.



HGC-WE-Cup 2017

Stand Dezember


Hin und her ging es in den letzen Wochen in der Einkornwertung zwischen Christof Knatz und Andi Fritz. Inzwischen hat sich Christof aber doch ein wenig abgesetzt:

  1. Christof Knatz, 5:24 h
  2. Andi Fritz, 3:42 h
  3. Bernd Mezger 2:41 h

Größter Aufsteiger: Bernd Mezger von Platz 6 auf 3

Auch in der Gesamtwertung erzielte Bernd die größte Verbesserung. Unter anderem mit einem fast vierstündigen Flug an der Porta Westfalica (hin und her, auf und nieder, immer wieder … 😉 )verbesserte er sich von Platz 11 auf 4.

  1. Andi Fritz, 33,02 h
  2. Christof Knatz, 31:12 h
  3. Jörg Mayer, 12:59 h

Auch diesmal gibts wieder einige Bilder. Als erstes Bernd an der Porta. Auf und nie… na, Ihr wisst schon:

Bilder von Andi Fritz und Christof Knatz am Cucco und Slowenien:

Mit folgendem Link könnt Ihr die Flüge derjenigen Piloten ansehen, welche Ihre Flüge auf den XC-Server des DHV stellen: http://www.dhv-xc.de/xc/modules/leonardo/index.php?name=leonardo&op=list_flights&fltr=20C0E86100E99F660001650005408055_9738_6330_7222_8764_289.

Und nun in den Endspurt der letzten 4 Wochen!



Halloween-Ausfahrt 2017


Bericht von Fabian Philipzik:

Saison Ausflug an den Kovk und Lijak in Slowenien

Das lange Wochenende vor Allerheiligen sollte für die Vereinsausfahrt genutzt werden. Die Wetterprognosen versprachen allerdings starken Westwind und Nordföhn. Nicht ganz einfach, wo es bei diesen Bedingungen gut passen wird. Es entschieden sich ein paar Flieger vom HGC die Saison im idyllischen Vipava-Tal ausklingen zu lassen. Die neuen Fluggebiete am Lijak und Kovk sollten erkundet werden. Der Einstieg am Sonntag war fraglich vorhergesagt, mit starkem Wind und folgender Front, sowie durchgreifender Bora. Jedoch entpuppte sich bereits der Sonntag als ein entspannter Soaring Flugtag. Hier war bereits über eine Flugstunde am Lijak drin. Glücklich konnte derjenige sein, der sich nicht durch das schlechte Wetter hat abschrecken lassen und bereits am Samstag angefahren ist. Am Kovk konnte hier ebenfalls bei entspannten Bedingungen gemütlich gesoart werden. Erst am Abend brach hier die Bora am Landeplatz durch. Am Montag überraschte der Lijak bei starkem Nordwind mit angenehmer Frühjahrtshermik. Die DHV-Jugend war mit ca. 60 jungen Piloten (davon zwei Drachenflieger) vor Ort und hatte eine kleine Strecke ausgeschrieben die dann auch fleißig verfolgt werden konnte. Am Landeplatz herrschte Begeisterung bei allen über solche Bedingungen im Herbst. Die schönsten Flüge erwarteten uns am Dienstag vom Kovk mit bester Thermik und anschließendem Soaring. Streckenflieger als auch Genussflieger kamen in den sanften aufwinden und Aussichten bis zum Mittelmeer auf Ihre Kosten. Der Mittwoch, für die Meisten der Abreisetag entwickelte sich leider nicht so gut, da es bedeckt war und der Westwind eher an der Kante vorbei strich. Am Mittwoch war am Lijak nur noch ein Abgleiter möglich, am Kovk konnten die Piloten unter nicht optimalen Bedingungen jedoch trotzdem lange Flüge absolvieren.

Der Zeltplatz am Lijak bietet neben einem sehr fliegerfreundlichen Personal eine hervorragende Infrastruktur. Die Abende konnten wir mit der Jugend am Lagerfeuer ausklingen lassen oder in der nahe gelegenen Pizzeria. Die slowenischen Piloten Ivan, Janez und Andrej haben uns gut in das Gelände eingeführt. Sie standen uns mit Rat und Tat zur Verfügung und haben uns mit wertvollen Tipps und Geländedetails versorgt. Ivan fährt mit seinem blauen Shuttle die Drachenflieger bei gutem Wetter täglich auf den Kovk oder auf den Lijak. Sollte es einmal nicht zum Fliegen gehen bietet das Soccatal ideale Bedingungen für Outdoorsport begeisterte wie Biken, Klettern, Wandern oder eine Kajak Tour.

So konnten wir den Abschluss der Flugsaison mit den letzten Flugtagen bestmöglich nutzen. Wir danken unseren slowenischen Fliegerfreunden für die Gastfreundschaft. Wir werden uns sicher bald wieder sehen!


Bericht von Christoph Wankmüller:

Die zwar für die Südalpen insgesamt gute, jedoch bezüglich der Windsituation nicht so eindeutig  vorhersehbare Wetterlage und die Tatsache, dass sich die Piloten nur sehr unterschiedlich Zeit nehmen konnten, führte dazu, dass sich die Gruppe der Interessanten auf zwei Touren aufteilte und der Vereinsbus zuhause blieb.
Einge Piloten fuhren nach Slovenien an Liak und Kovk, die zweite Gruppe nach Italien.
Beide Gruppen kamen letztlich an fast allen Tagen zu schönen Flügen, wobei die Kante in Solvenien zwischen Nova Gorica und Ajdovscina letztendlich die längeren Flüge ermöglichte. Was sicher auch damit zusammenhängt, dass die Temperaturunterschiede durch die kälteren Nächte in Slovenien bessere Thermik erzeugten.
In Bassano empfing die Haller Piloten wie erwartet eine unglaublich grosse Anzahl Piloten. Die Pensionen waren fast restlos ausgebucht.
Auch der Luftraum über dem Landeplatz am Garden Relais und der Landeplatz war vor allem am Sonntag und Mittwoch deutlich überstrapaziert. Aus Sichheitsgesichtspunkten vor allem für die Drachenpiloten grenzwertig.
Von Montag bis Donnerstag konnten gute Flüge durchgeführt werden. Am Dienstag fehlte dann nicht viel um das Monument am Grappa zu erreichen.
Auf der Rückfahrt am Freitag konnten die Piloten noch eine schönen ruhigen Herbstflug in Levico Therme geniesen.


HGC WE-Cup 2017

Oktober 2017


Es hat ein Weilchen gedauert, aber nun gibt es wieder einen Bericht zum aktuellen Stand des HGC-WE-Cup. Der Bericht ist dieses Mal etwas kürzer geraten (bin zur Zeit etwas schreibfaul), dafür gibts mehr Bilder.

Das wichtigste zuerst! Wir haben eine neue Teilnehmerin:
Sophie Batusic
Mit zwei schönen Flügen in Türkheim steigt sie in den Wettbewerb mit ein. Aber Sophie, da geht noch mehr … gelle :-).

In der Gesamtwertung übernimmt Andreas Fritz mit knapp 29 h Flugzeit, vor Christof Knatz (23 h). Dritter ist Jörg Mayer (13 h). Die größte Verbesserung erzielte Michael Gröner, von Platz 8 auf 4.

In der Einkornwertung übernimmt ebenfalls Andreas Fritz mit 2:42 h die Führung. Die Abstände in der Einkornwertung sind aber deutlich geringer. Es folgen Christof Knatz (2:30 h) und Martin Gronbach (1:54). Die größte Verbesserung erzielte Bernd Mezger (1:12 h), von Platz 9 auf 6.

Und nun zu den Bilder. An dieser Stelle auch ein großen Dank an Jörg Mayer, der die Berichte immer wieder mit schönen Bildern unterstützt.

Bilder von Jörg, Heike und Heiko:

  • Jörg startet in Laragne
  • Heiko und Heike in Aspres
  • Heike dreht auf
  • Heike in Aspres
  • Ausruhen vorm Fliegen
  • Jörg startet in Aspres
  • Jörg in Laragne

Bilder von Andreas Fritz:

  • Herbstthermik am Rande des Schwarzwald
  • Aufgedreht am Langkofel, jetzt kanns losgehen
  • Auf dem Weg zur Marmolada, links unten Pordoispitze
  • Über der Marmolada, geschafft
  • Und wieder zurück

Mit folgendem Link könnt Ihr die Flüge derjenigen Piloten ansehen, welche Ihre Flüge auf den XC-Server des DHV stellen: http://www.dhv-xc.de/xc/modules/leonardo/index.php?name=leonardo&op=list_flights&fltr=20C0EA6100EB9F660001650005408055_9738_6330_7222_8764_5738_289_10907_9749.

Und noch zum Schluss: Bitte schickt mir Bilder, Bilder, Bilder! Muss auch nichts mit dem WE-Cup zu tun haben, Hauptsache schöne Bilder von Euren Flugerlebnissen.